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Bienentagebuch 2020

Um Bienen zu schützen, übernimmt die GEO die Patenschaft für ein Bienenvolk. Begleiten Sie es beim Honigsammeln im virtuellen Tagebuch und erfahren sie mehr.

Unser Imker Herr Wiech hat uns bei seiner Kontrolle des Bienenstocks mitgenommen. Da bald die Honigzeit beginnt prüft er nach und nach die einzelnen Etagen des Bienenstocks.


Ganz oben fangen die Bienen das ausbauen an – hier gibt es bisher noch keinen Honig.

      
Hier sieht es schon besser aus, da haben die Bienen schon Honig eingetragen – man sieht auch sehr schön wie stark er schon glänzt. Der Honig ist aber noch nicht trocken genug, da die Bienen ihn momentan noch verarbeiten.


Eine Etage weiter unten haben die Bienen wie oben auch schon fleißig Honig eingetragen. Um die Honigwaben umzuarbeiten brauchen die Bienen noch ca. 1-2 Wochen, denn der Honig sollte nur 18 % Wasser oder weniger enthalten. Um dies zu erreichen, wiederholen die Bienen den Prozess immer wieder - währenddessen wird der Honig trockener und erhält die ganzen Enzyme und Vitamine.

      
Diese Etage ist bereits schon verklebt, was aber ein gutes Zeichen ist. Denn auf dem zweiten Bild sieht man wie die Waben von den Bienen verdeckelt wurden, das heißt, dass der Honig jetzt schon getrocknet wurde und er somit reif ist. P.S. Wenn man den Honig jetzt messen würde hätte dieser vermutlich weit unter 18 % Feuchtigkeit. Normalerweise erntet man Honig ab 17 % da er dann dauerhaft lagerfähig wäre.

       
Hier sehen Sie schon die unterste Etage – die Bienen gehen durch dieses Absperrgitter durch um den Honig nach oben zubringen. Die Königin kommt nicht durch dieses Gitter durch, damit Sie nicht in den Honigraum rauf gehen kann. Denn nur wenn die Brut unten bleibt hat man in den oberen Etagen einen schönen Honig. Man sieht aud dem zweiten Bild wie schwarz bzw. braun die Waben sind, dass bedeutet das dort sehr viele Hinterlassenschaften drin sind und der Honig nicht sauber ist.


Hier sieht man die Bienenkönigin, der Imker hat sie extra mit einem roten Punkt gekennzeichnet damit man Sie leichter finden kann. Denn bei einer vollen Bienenwabe ist es eine Herausforderung die Königin zu finden.


Der Imker hat nun alle Etagen geprüft und im Anschluss wieder aufeinander gestellt. In ca. 14 Tagen kann man voraussichtlich schon den ersten Honig ernten.

 

Wir sind nun im Wonnemonat Mai, die Obstblüte ist bereits vorbei und die Bienen konnten den ersten Nektar eintragen und zu Honig umarbeiten. Wenn die Bienen den Nektar eintragen hat dieser einen Wassergehalt von ca 94%. Die Bienen nehmen den Nektar ca. 6 - 7 mal aus der Zelle heraus in ihren Honigmagen und geben ihn wieder zurück in eine andere Zelle im Honigraum, dadurch trocknen sie ihn auf unter 18% Wassergehalt und setzen Vitamine, Enzyme und Aminosäuren aus Drüsen welche die Bienen im Kopf haben zu.

Nun hat auch der Imker alle Hände voll zu tun, denn es ist Schwarmzeit. Die Bienen schwärmen um sich natürlich zu vermehren. Die alte Königin nimmt die alten Bienen mit und  gründet damit ein neues Bienenvolk. Im Bienenstock wurde eine Schwarmzelle nachgezogen in welcher sich eine neue Königin befindet. In der Schwarmzelle oder auch Weiselzelle genannt befindet sich ein befruchtetes Ei und wird durch das Füttern mit Gelee Royal zur Königin. Wenn diese dann geschlüft ist verlässt sie den Bienenstock und wird von den Drohnen begattet. Nach ihrer Rückkehr ist die Königin dann für ca. 5 Jahre in der Lage, für Nachwuchs zu sorgen.

Nun kommt der Imker ins Spiel: dieser möchte natürlich den Schwarm verhindern, da ihm ein Teil des Volkes und seine gezüchtete Königin verloren gehen würde, er zusätzliche Arbeit durch das Einfangen hat und der Imker sich oft deshalb auch in Lebensgefahr begibt da der Schwarm meist hoch in den Bäumen sich sammelt. Deshalb muss er alle 7 bis 8 Tage eine Schwarmkontrolle machen und die Weisel/ Schwarmzellen herausbrechen, damit keine neue Königin schlüpfen kann und somit das Volk eine komplette Einheit bleibt. Das Volk kann so durch die volle Größe natürlich auch mehr Honig produzieren.

Bild 1 : Schwarmzellen / Weiselzellen seitlich am Rand die langen Zapfen

Bild 2: Einzelne Weiselzelle

Bild 3 und 3_1: Eine geöffnete Weiselzelle. Hier sieht man sehr schön, wie die Made im Gelee Royal schwimmt, durch das Gelee Royal reduziert sich die Schlüpfzeit der Königin von 21 Tagen bei einer Biene auf 15 Tage.
     

Bild 4: Der Imker beim Schwarm einfangen

Bild 5: Ein Schwarm hat seine Königin nicht gefunden und ist zurück gekehrt.

Die aktive Zeit bei den Bienen hat nun mit der Kirschblüte begonnen. Die Kirschblüte ist das Zeichen, dass es nun höchste Zeit ist die Honigräume aufzusetzen. Der Honigraum erfüllt nun 2 Funktionen, als erstes gibt es dem nun schnell wachsenden Bienenvolk mehr Platz. Die Königin legt nun ca. 2000 Eier am Tag und das Bienenvolk wächst auf ca. 50.000 - 60.000 Bienen an. Die Königin legt nun auch unbefruchtete Eier aus welchen dann die Drohnen schlüpfen. In speziell ausgebauten Drohnenrahmen (Bild 4) bauen die Bienen größere Zellen als auf normalen Brutwaben, denn die Drohnen sínd fast doppelt so groß als eine Honigbiene und benötigen daher in ihrer Entwicklung mehr Platz.

Unser Imker hat sich für ein Beutensystem mit dem Namen Dadant entschieden, da der Brutraum komplett vom Honigraum getrennt ist. So kann niemals Honig aus einer bebrüteten Wabe geschleudert werden. ( Jedes Lebewesen das etwas isst scheidet auch etwas aus ) Deshalb werden auch die Brutwaben mit der Zeit immer dunkler bis schwarz. Damit nur die Bienen und nicht die Königin oder Drohnen in den Honigraum kommen, wird ein sog. Absperrgitter (BILD 1 + 2 ) zwischen Brutraum und Honigraum (BILD 3 ) gelegt.

Wie auf Bild 3 sehr deutlich zu sehen ist, sind die Waben im Honigraum von hellgelb bis max. dunkelgelb. Wenn die Bienen das Wachs aus ihren Körpern schwitzen, ist es transparent und verfärbt sich dann durch Einlagerungen von Honig- und Blütenpollen in die gelbliche Farbe. Durch dieses Prinzip der Völkerführung wird Honig von höchster Qualität erzeugt. In den kommenden 3 Monaten ist die aktivste Zeit mit den Bienen.

Die Völker haben sich in den letzten Wochen überraschend gut entwickelt, die Königinnen haben grösstenteils 4-5 Brutwaben voll mit Eiern und verdeckelter Brut. Nun werden bald die Sommerbienen schlüpfen und bei gutem Wetter mit dem Nektar Eintrag beginnen.

Bild 1: so sehen die Völker nach dem Winter aus, unten im Bild sind noch Futterwaben.

Bild 2: Brutwabe mit verdeckelter Brut, die offenen Zellen (Löcher) sind Wärmezellen die von den Heizbienen genützt werden um die Brut zu wärmen.

Bild 3: vollbesetzte Brutwabe mit Königin und am rechten oberen Rand noch Reste vom Winterfutter.

Bild 4: Wildbau im Bienenstock hier seht Ihr Eier von der Königin daraus entsteht das neue Bienenleben.

Bild 5: Das Biotob welches unser Imker für die Bienen zum Wasser holen gebaut hat, wird sehr gut angenommen.

  

Als nachhaltigem Gaslieferanten liegt uns nicht nur eine zukunftsorientierte Energieversorgung am Herzen. Auch das Bewahren unserer Natur und ihrer Bewohner ist elementar. Mit einer Patenschaft für ein Bienenvolk in der Region unterstützen wir sein Fortbestand. Damit tragen wir einen wichtigen Teil  zur Bestäubung von Nutzpflanzen und Streuobstwiesen  in der Region bei. Als GEO-Kunde sind Sie eine große Unterstützung für die Umsetzung solcher Projekte.